Augustinerkloster und -kirche
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Augustinerkloster und -kirche

Vrchlabí

Das Augustinerkloster in Vrchlabí (Hohenelbe) ist ein Komplex von Barockgebäuden, der als Kulturdenkmal unter Schutz steht. Heute birgt es das Riesengebirgsmuseum der KNAP-Verwaltung und die Klosterkirche wird ihrer brillanten Akustik wegen vor allem als Konzertsaal genutzt.

Das Kloster wurde 1705 von Maximilian von Morzin gegründet. Seine Barockarchitektur mit Elementen des Klassizismus ist die Zierde der Stadt und dominiert zudem den am Schlosspark angrenzenden Klostergarten. Das anno 1725 vollendete Kloster ist ein Werk des österreichischen Architekten Adam Auer. Die gesamte Klosteranlage ging an den Augustinerorden über. Folgerichtig wurde auch die Kirche dem heiligen Augustinus geweiht und zwar durch den Königgrätzer Bischof Mauricius Adolf Karl von Pharsal. Das Wohngebäude des Klosters birgt heute naturwissenschaftliche und historische Ausstellungen des Riesengebirgsmuseums, ein Teil des Kreuzgangs wird häufig zu Sonderausstellungen genutzt.

Im Innern der Klosterkirche St. Augustinus befinden sich sieben Seitenaltäre (Portalaltäre) aus den Jahren 1725 bis 1735. Das Kircheninnere zieren ein 19 Meter hoher Rokokoaltar mit dem Bildnis des heiligen Augustinus sowie sieben Seitenaltäre mit künstlerisch wertvoller Barockausschmückung. Nicht zu übersehen – die wertvolle Orgel aus dem Jahre 1895 von Firma Rieger aus Krnov. Auf dem 19 Meter hohen Hochalter befindet sich das Zentralmotiv des hl. Augustinus, dem die Kirche geweiht ist (Autor ist der Prager Maler Franz Dalliger). Aus künstlerischer Sicht am wertvollsten ist der Altar des Heiligen Kreuzes an der rechten Seite des Chors – wahrscheinlich ein Werk von František Pacák, eines Gehilfen und Schülers von Matthias Bernhard Braun. Die auffälligen Deckenfresken sind ein Werk der Hohenelber Ignaz und Gottfried Tauchmann. Die gesamte Innenausstattung der Kirche bildet ein harmonisches und einheitliches Ganzes. Heute findet die Kirche ihrer brillanten Akustik wegen vor allem als Konzertsaal Verwendung. In der nicht frei zugänglichen Kirche finden zudem Vermählungen und sonstige Feierlichkeiten statt. Namentlich im Verlauf des Hohenelber Musiksommers kann man in der Klosterkirche klassischer Musik lauschen. In der Ferienzeit öffnet die Kirche schon jahrelang regelmäßig ihre Tore für interessierte Besucher und dies jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 15 Uhr.

Information

Lokalität
Adresse
Husova 213
543 01 Vrchlabí
GPS
50.6287156N, 15.6053058E