Bergwerk Jan Šverma
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Bergwerk Jan Šverma

Das älteste Bergwerk für „schwarzen Stein“

In der Umgebung von Žacléř wurde schon seit 1570 Steinkohle gehackt aber erst im 18. und 19. Jahrhundert begann die Blütezeit des Steinkohlenbergbaus. In den Jahren 1853 – 1872 wurden hier zwei Schächte geteuft – der Julienschacht (53 m) und der Marienschacht (186 m). Beide wurden von einer Dampffördermaschine bedient, der Marienschacht war außerdem mit einer Pumpe zum Pumpen von Grubenwasser ausgerüstet.

Im Jahre 1950 entstand durch den Zusammenschluss mehrerer Zechen die heutige (inzwischen stillgelegte) Mine Jan Šverma – das somit älteste Steinkohlebergwerk in ganz Böhmen. Zu jener Zeit wurde auch der neue Schacht Jan geteuft, aus dem an die 600 Bergleute 200 – 250 Tonnen Steinkohle pro Jahr zu Tage förderten.

Nach der „samtenen Revolution“ im Jahre 1989 wurde die wirtschaftliche Untragbarkeit einer weiteren Kohleförderung offenbar und so wurde der mehr als vierhundertjährige Untertagebau von Schatzlar am 31.12.1992 endgültig stillgelegt. Tief unter dem Erdboden blieben so außer den noch immer vorhandenen Kohlevorräten auch 77 km Strecken und Querschläge in einer Gesamtfläche von 10 km2 liegen.

Einzigartige Besichtigungen

Die Besucher bekommen im Laufe der Besichtigung die „Schwarzkaue“ (Umkleideraum) zu sehen, wo die schmutzige Bergmannskluft an Ketten aufgehängt wurde und die Bergleute ihre Schicht begannen, über die Markenkontrolle und Lampenstube zum Schachthaus des Jan-Schachts samt Wagenumlauf, von wo man auch noch den 52 m hohen Förderturm Jan besteigen kann. Vom Förderturm bietet sich ein Panoramablick auf das Riesengebirge samt Schneekoppe und auf das Rabengebirge (Vraní hory) mit dem Spitzberg, sowie auf die gesamte Grubenanlage. Anschließend besichtigen die Besucher den ca. 100 m lange Stollen Jitřenka, wo sie ein Kohlenflöz wie im Bilderbuch zu sehen bekommen. Die Besichtigungsrunde endet im Maschinenraum mit der ursprünglichen Fördermaschine des Jan-Schachts, außerdem gibt es hier eine Ausstellung mit Bergbauausrüstungen, Gezähe und paläontologischen Funden.

Das technische Denkmal „Důl Jan Šverma“ liegt rechter Hand der Straße von Žacléř (Schatzler) nach Lampertice (Lampersdorf).

Information

Lokalität
Adresse
Areál Dolu Jan Šverma
542 01 Žacléř
GPS
50.6679667N, 15.9284578E
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