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krkonose.eu » Namhafte Persönlichkeiten

Namhafte Persönlichkeiten unserer Region

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Die Riesengebirgsregion, dieser Winkel im Norden der Tschechischen Republik, ist Geburts- oder Schaffensort zahlreicher Persönlichkeiten, die auf verschiedensten Gebieten der menschlichen Tätigkeit grundsätzliche oder maßgeblich zum Fortschritt beitrugen und durch ihr außergewöhnliches Engagement auf kulturellem, wissenschaftlichem, technischem oder literarischem Gebiet nicht nur unsere Region bereicherten. Einige von Ihnen hätten wir gern kurz vorgestellt.Diese Aufzählung müssen wir zwangsläufig mit einer ganz besonderen Persönlichkeit beginnen:

Karkonoš - Rübezahl

Der „Geist des Riesengebirges“ ist ein Geschöpf der menschlichen Fantasie. Im Rübezahl nahmen die charakteristischen Züge dieser rauen und schönen Landschaft Gestalt an. Genauso launenhaft wie die hiesige Natur ist nämlich auch der Rübezahl – hier ist er böswilliger Kobold oder Furcht einflößender Riese – dort wieder fescher Jägersmann und Herr von Wald und Flur. Hier kommt er als gutmütiger Holzfäller oder als vornehmer Edelmann daher, anderswo erschreckt er die Wanderer als Waldriese mit schrecklicher Keule, dort sitzt er als gutmütiger Alter mit langem Bart am Wegesrand oder kreuzt als geheimnisvoller Wandersmann den Weg. Man weiß also nie, womit er einen überrascht – mit einer guten Tat oder Bosheit. Eines ist sicher – er verfügt über übernatürliche Kräfte, die er nicht selten benutzt, um Menschen zu helfen, anderswo jedoch, um ihnen einen bösen Streich zu spielen.

Ob verborgene Schatzkammern mit Riesengebirgs(halb)edelsteinen oder anmutige Gärtchen mit duftenden Heilkräutern, dicker Nebel oder stürmischer Regen auf den Kämmen, glitzernde schneebedeckte Hänge oder blühenden Wiesen – all dies ist Rübezahl’s Reich. Diese so unterschiedlichen Eigenschaften der Berge, ihre Schönheit und ihre Gnadenlosigkeit zugleich ließen die Menschen glauben, dass hinter all diesem ein geheimnisvolles Wesen stecken muss.

Der Rübezahl war bei Weitem nicht nur ein guter und fürsorglicher Riese mit langem Bart. Interessant ist, dass sich der böhmische „Krakonoš“ in seinem Charakter vom deutschen „Rübezahl“ unterschied. Der Rübezahl geriet recht schnell in Wallung und wusste auch hart zu bestrafen. Er hasste es, wenn ihm jemand Kräutlein aus seinen Gärtchen stahl oder seinen Nächsten hinters Licht führte. So konnte es durchaus vorkommen, dass er unverbesserlichen Lügnern ein Hirschgeweih aufsetzte, lüsternen Offizieren eine verwesende Ziege ins Bett legte und wenn ihm ein Gastwirt allzu dumm kam, riss er sich einfach ein Bein aus und warf es ihm an den Kopf.

Allgemein wird angenommen, dass der Krakonoš - Rübezahl in seiner volkstümlichen Version ab dem 15. Jahrhundert in den Bergen auftaucht und dies sowohl bei der deutschen, als auch tschechischen Bevölkerung. Zuerst als böses und allmächtiges Element – als Herr der Winde und Bergdämon, der ohne Unterschied jeden bestraft, der versucht, die Geheimnisse der Berge zu lüften – sei es aus Neugier oder Habgier. Später als Anwalt der Armen, der ihnen gegen alle Habgierigen und Nimmersatten zur Seite steht.

Es gibt stichhaltige Gründe zur Annahme, dass die ersten gespenstischen Versionen des Rübezahl von den sog. Welschen - sagenhaften Schatzsuchern aus rein pragmatischen Gründen unter den abergläubigen Einwohnern beider Teile des Vorgebirges verbreitet wurde – sie wollten einfach ihre Schürfstätten vor ungeladenen Eindringligen schützen. Mag sein, dass dieser Aberglauben von nicht minder eigenbrötlerischen riesengebirg'schen Kräutersammlern geschürt wurde. Der tschechische Krakonoš ist eine vermenschlichte Gestalt, die den Armen hilft und den Reichen hin und wieder mit einer Bosheit auflauert.

Von Anfang an gab es Probleme mit dem Namen des Berggeistes. Um den Rüberzahl nicht gegen sich aufzubringen, vermieden es die abergläubischen Bergler, seinen Namen laut auszusprechen. So wird er höflich „Herr Johannes“ oder „Herr Jan“ genannt, später Rübezahl oder in verschiedenen Varianten wie Rubical, Ribenzall, Liczyrzepa, Rýbrcoul. Erst im letzten Jahrhundert wird er Krakonoš genannt.

Aber schon in den ältesten Historien kommt der Wunsch zum Ausdruck, seine Schätze und die Schönheit seines Reiches mögen bewahrt bleiben. Die hiesige Natur schützten jedoch nicht nur die geheimnisvollen Anekdoten über Rübezahls Streiche, auch die Obrigkeit selbst machte strenge Verbote und Regeln geltend, samt fast unglaublich anmutender Strafen. In den Mären von der Mitte des 17. Jahrhunderts handelt der Rübezahl, bzw. Krakonoš mitunter ziemlich grausam – der herrschaftliche Wille hingegen war alles andere als erfunden. Und nicht minder grausam.

Marie Kubátová

An die fünfzig Bücher, Märcheninszenierungen im Rundfunk und im Fernsehen, fünf Theaterstücke und weitere literarische Bekenntnisse der großen Erzählerin gewähren Einblick in das Leben und die Seele der Schriftstellerin Marie Kubátová. In die Welt ihre Kindheit, mit der Mutter als Angelpunkt, in die Welt ihrer weit verzweigten Familie, zu deren Eckpfeiler Maria werden sollte und ins Alltagsleben der Riesengebirgsmenschlein, deren Sorgen der Autorin immer am Herzen lagen. Die Inspirationen für ihre regelmäßigen Morgenstunden am Schreibtisch schöpfte sie vor allem aus netten Momenten und Begegnungen mit diesen Menschen. Anfang August 2008 feiert die liebenswürdige und nette erste Dame der „Geschichten aus dem Riesengebirge“ und Meisterin der Feder ein bedeutendes Lebensjubiläum. Die Wiege der Metelka-Familie, mit deren Namen der Weihnachtskrippenbau im Westriesengebirge verbunden ist, sind Sklenařice und Vysoké nad Jizerou. Die erste Weihnachtskrippe in der Hütte Nr. 4 baute Jáchym Metelka nach seiner Hochzeit mit Kateřina Škrabálková und nach der Geburt seines ersten Sohnes Jáchym im Jahre 1853.

Jáchym Metelka

Der Vater, ein gelernter Schneider, kämpfte um das Jahr 1848 auf der Seite der italienischen Befreiungsbewegung. Vielleicht schneiderte er hier gar die Mäntel für die Gesellen von Giuseppe Garibaldi. Bei diesen Kämpfen bekamen nicht nur Jáchymovs Patriotismus und Freiheitsliebe, sondern auch sein schöpferisches Talent mächtige Impulse. Mag sein, dass ihn hier die Schönheit der Weihnachtskrippen faszinierte, denn gerade die bescheidene Menschen sind von Christi Geburt wohl am tiefsten berührt. Von allen Kunstdenkmalen in Italien hatten es dem Riesengebirgler die Weihnachtskrippen am meisten angetan. Er entwarf deren gesamte Konzeption, die stufenartige Anordnung in einer Stubenecke, dreißig Jahre lang baute er die Weihnachtskrippe dann weiter aus, bis sie sechs Meter an einer Seite und drei Meter an der anderen Seite der Stube einnahm und zwei Fenster in der heimischen Hütte verdeckte. Als erstes besetzte er sie mit Figuren, die er aus bedrucktem Karton ausschnitt, später malte er sie selbst und da es eine mechanische Krippe war, mussten die Figuren „beweglich“ gemacht werden.

Václav Metelka

Als im Jahre 1866 als siebtes Kind Sohn Václav das Licht der Welt erblickte, ahnte sein Vater kaum, welch talentierter Helfer in ihm heranwuchs. Bald schon half Václav dem Vater beim Bauen, wobei er nach und nach die abgenutzten Pappfiguren durch neue, aus Lindenholz geschnitzte Figuren ersetzte. Die riesengroße Weihnachtskrippe hatte schon bald zahlreiche bewegliche Figurengruppen, z. B. Engel, die das Christkind wiegen, zwei Kränze von Engeln und Engelmusikanten am Firmament und über dem Stall, die Stadt mit „Judenschule“ und kopfschüttelnd und nickend über alten Prophezeiungen nachsinnenden Pharisäern, einen Metzger mit Ziege, Kinder auf einer Schaukel und einem Karussell, eine Schafherde treibende Hirten, ein Bergwerk samt Bergknappen, Holzstämme entrindende und sägende Männer, Nachtwächter auf der Stadtmauer und ein Turmwächter, Musikanten und weitere Szenen, die ebenfalls von der Weihnachtskrippe von Václavs Cousin, dem 4. Jan Metelka aus der „Zur Schmiede“ genannten Glasmacherhütte bekannt ist (Schmiede, Seiler, Metzger, usw. – alle sind heute im Fundus des Heimatmuseums Vysoké nad Jizerou und Umgebung). Nach Vater Jáchyms Tode verkleinerte Sohn Václav die Weihnachtskrippe und verlieh ihr das heutige Aussehen. Sie ist mit 250, 3 bis 20 Zentimeter großen Holzschnitzereien besetzt, von denen mehr als ein Drittel beweglich sind. Die Figuren sind verschiedener Art (bekleidet und kaschiert) und stammen von verschiedenen Autoren. Der heute von einem Elektromotor angetriebene Antriebsmechanismus, der ausschließlich aus Holz hergestellt ist, wurde ursprünglich von einem Gewicht angetrieben. Die heutige Weihnachtskrippe ist mit Ausnahme des von Jachym gemalten Hintergrunds das Werk von Václav Metelka.

Jáchym Metelka, ml.

Der dritte namhafte Weihnachtskrippenbauer aus dem Metelka-Geschlecht war Jachým (er war der erstgeborene Sohn von Jachým Metelka, sen.), Direktor der Städtischen bürgerlichen Mädchenschule in Jilemnice und Mitbegründer des Jilemnicer Museums, in dessen Sammlungen sich seine Weihnachtskrippe heute befindet. Ein Werk, das auf den ersten Blick die verwandtschaftlichen Bande zu den Metelka - Weihnachtskrippenbauern verrät.

Jan Weiss

Tschechischer Schriftsteller, Prosaiker, Nationalkünstler, der als einer der Mitbegründer des tschechischen Sience Fiction gilt. Er wurde am 10. Mai 1892 in Jilemnice geboren. Nach erfolgreichem Abschluss des Gymnasiums im Jahre 1913 nahm er ein Jurastudium in Wien auf. 1914 wurde er zum 1. Weltkrieg eingezogen. Zuerst kämpfte er an der italienischen, später an der russischen Front. 1916 geriet er in Gefangenschaft, den Rest des Krieges verbrachte er dann als Kriegsgefangener in zwei sibirischen Kriegsgefangenenlagern. Im Jahre 1919 schloss er sich der Tschechoslowakischen Legion an. Nach seiner Rückkehr in die ČSSR im Jahre 1920 war er am Ministerium für Öffentliche Arbeit tätig. Seine ersten Erzählungen ließ er in Zeitschriften drucken. In seinen späteren, Science Fiction gewidmeten Werken verschwimmt oft die Grenze zwischen Traum und Realität. In seinen nach dem 2. Weltkrieg geschriebenen Romanen befasst er sich mit der Zukunft. „Das Haus der tausend Stockwerke“ - eine Romanbeschreibung der fieberhaften Vision eines von Typhus angesteckten Soldaten. Die Welt des Soldaten wird zum Haus mit tausend Stockwerken, in dem sich Prozesse wie im normalen Leben abspielen. Diese werden durch die Vorstellungen über eine eingesperrte Prinzessin ins Absurde gesteigert. Der Roman ist ein Gleichnis der von Kriegen heimgesuchten Welt. Weitere Werke sind: „Schweigen ist Gold“ - eine satirische Groteske mit psychologischen Elementen, die Romane - „Der Schläfer im Tierkreis“, „Hilferuf“, „Verrücktes Regiment“, die kriminalpsychologische Erzählung - „Schule des Verbrechens“, die Märchenerzählung - „Er kam aus den Bergen“ und die Humoreske – „Phantom des Lächelns“. Der Schriftsteller starb am 7. März 1972.

Jindřich Ambrož

Dieser unermüdliche Propagator des Riesengebirges, Naturschützer, Autor vieler Riesengebirgswanderführer und -prospekte und Initiator der Gründung des Bergdienstes im Riesengebirge wurde am 1.7. 1878 geboren.Er machte sich um die Ausrufung der ersten Naturreservate, der Vorgänger des heutigen Riesengebirgsnationalparks verdient. Er starb am 15. 5. 1955 in Jilemnice. Hoch auf dem Kamm, in der Nähe der Elbquelle befindet sich heute die sog. „Ambrož-Aussicht“. Sie befindet sich am Pantschenfall (Pančavský vodopád) über dem Elbgrund, am Oberlauf der Panschte - dem rechten Zufluss der Elbe.

František Pošepný

Weltbekannter Wissenschaftler, Mineraloge, der in der Geologie und zusammenhängenden Bereichen tätig war. Er wurde am 30. März 1836 in Jilemnice geboren. Er wird weltweit als Begründer der Lagerstättengeologie angesehen, deren Erkenntnisse eine effektivere Erzförderung ermöglichen. In seinem Schlüsselwerk „The Genesis of Ore - Deposits“ (1893) beschrieb er die Theorie der Entstehung von Erzlagerstätten. Diese Theorie fand weltweit große Anerkennung. Er ist Autor von mehr als hundert weiteren Fachpublikationen und -studien. Er studierte an der Prager Polytechnischen Hochschule und an der Bergbauschule in Přibram (der späteren Bergakademie). Er arbeitete als Bergbaupraktikant und studierte an der Geologischen Reichsanstalt in Wien. Hier sammelte er Erfahrungen an verschiedenen Orten der damaligen Österreichisch-ungarischen Monarchie. 1870 wurde er zum Hauptgeologen für Ungarn ernannt und führte Erforschung slowakischer Lagerstätten durch. In Wien übte er die Funktion eines Vizesekretärs am damaligen Landwirtschaftsministerium aus. Er unternahm wissenschaftliche Reisen nach Europa, in den Nahen Osten, in die USA, nach Nevada und Kalifornien. Er starb am 27. März 1895 in Döbling bei Wien. Seinem Wunsch entsprechend wurde er in seiner Heimatstadt Jilemnice beigesetzt. Den Namen von František Pošepný trägt heute auch eine Ehrenplakette der Akademie der Wissenschaften der ČR für Verdienste an der Entwicklung der geologischen Wissenschaften.

Jiří Šlitr

Der bekannte Komponist, Pianist, Sänger, Schauspieler und Bildner wurde am 15. Februar 1924 im kleinen Ort Zálesní Lhota geboren. Das Jahr 1938 brachte für die Bewohner des tschechischen Grenzgebiets einschneidende Veränderungen mit sich und auch die Familie Šlitr sollte da keine Ausnahme sein. 1945 nahm Jiří ein Jurastudium auf, das er mit einem Doktorat in Jura abschloss. Er allerdings nie als Jurist tätig. Schon in der Studienzeit beschäftigte er sich mit Kunst und Musik. Im Jahre 1948 gründete er die Czechoslovak Dixieland Jazz Band. Er widmete sich der bildenden Kunst und verdiente sich nebenbei als Pianist ein paar Groschen. Dann begann er mit Miroslav Horníček in dessen Estradenensemble als Texter und Pianist zusammenzuarbeiten. Ausschlaggebend war dann aber sein Treffen mit Jiří Suchý im Jahre 1957. Gemeinsam gründeten sie in Prag das Theater „Semafor“ - "sieben kleine Formen“ Durch das Theater Semafor beeinflusste das Paar „S+Š“ in den 60. Jahren nachhaltig die tschechische Musik- und Theaterszene. Größten Anklang bei den Zuschauern fand das Stück „Jona und Tingeltangel“ (1962), in dem die Autoren das erste Mal als Schauspieler auftraten. Šlitr mit schwarzer Melone als Chaot, Suchý mit französischem Strohhut als der Erfahrene. Šlitr stellte auch seine Zeichnungen in einer ganzen Reihe von Galerien aus. Er schrieb die Musik zu mehr als 300 Liedern (die bekanntesten sind: Ach, ta láska nebeská / Himmlische Liebe, Včera neděle byla / Gestern war Sonntag, Zuzana, usw.).Als Schauspieler glänzte er in drei abendfüllenden Filmen – Bylo nás deset / Wir waren zehn (1964), Kdyby tisíc klarinetů / Tausend Klarinetten (1965) und Verbrechen im Tingeltangel (1968), aber auch in einigen Dokumentar- und Fernsehfilmen. Erwähnenswert ist auch der Mittelmetrage-Spielfilm „Konkurs“ des Regisseurs Miloš Forman (1963). Als Regisseur beteiligte er sich an dem Film Člověk z půdy/Mensch aus Erde (1962). Am 26. Dezember 1969 kam Jiří Šlitr in seinem Atelier am Wenzelsplatz tragisch ums Leben (er erstickte an Leuchtgas).

Josef Čapek

Tschechischer Maler, Schriftsteller, Fotograf, Grafiker, Buchillustrator und Vater des Begriffs „Roboter“. Er wurde am 23. März 1887 geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Ort Malé Svatoňovice bei Trutnov (Trautenau). 1890 zogen seine Eltern nach Úpice bei Trutnov um. Hier besuchte Josef die Volks- und Bürgerschule, in den Jahren 1900 und 1901 die deutsche Schule in Schatzlar (Žacléř). Ins Riesengebirge war es ja nur einen Katzensprung. Später besuchte er die deutsche zweijährige Webereifachschule in Vrchlabí (Hohenelbe). Ab Jahre 1904 lebte er schon ständig in Prag, wo er an der Kunsthochschule studierte. Hierbei stellte unter Beweis, wie eng bei ihm bildende und literarische Kunst verquickt waren. Seine ersten Bilder stellte er 1912 in Prag aus. Er arbeitete als Bildner mit dem Nationaltheater in Prag, dem Staatstheater in Brünn und dem Stadttheater in Vinohrady zusammen. Später war er als Redakteur der „Volksblätter“ und noch später als Redakteur und Kunstkritiker der „Volkszeitung“ tätig. Darüber hinaus war er Redakteur in einigen weiteren Zeitschriften mit Kunstthematik: Monatsheft für Kunst, Volné směry / Freie Richtungen. Er wirkte auch als Karikaturist. Für sein antifaschistisches Engagement wurde er im September 1939 verhaftet und bis 1945 in nazistischen Konzentrationslagern interniert. In einem von ihnen, in Bergen-Belsen starb er dann auch – im letzten Kriegsjahr 1945.

Hans Havliček

Dieser Arzt und Wissenschaftler war im I. Weltkrieg als Assistenzarzt in der Gruppe von Professor Schlosser tätig, wo er ausgezeichneten Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten auf dem Gebiet der Chirurgie und der Röntgenologie erwarb. 1926 kommt er in das Krankenhaus in Žacléř (Schatzlar), wo er neuer Chefarzt wird. Hier widmet er sich aber auch wissenschaftlichen Tätigkeiten, an seiner Schatzlarer Arbeitsstätte besuchten ihn nicht nur Experten aus Europa, sondern sogar aus Nord- und Südamerika und Indien. Unter seiner Leitung kommt das modernisierte Krankenhaus in Schatzlar zu großem Ansehen, viele der hier verwendeten Geräte entwirft Havlíček selbst. Interessant war zum Beispiel die Verwendung der Silizium-Lampe BACTOPHES. Havlíček stellte fest, dass die Applikation von medizinischem Wood-Licht eine Verbreitung von Infektionen verhindert und eine schnellere Heilung von eiternden Wunden ermöglicht. Im Jahre 1935 wurde er Ehrenmitglied des französischen Chirurgiekongresses. Er hält Vorträge in der Sorbonne, in Basel und in Gent. Im Jahre 1940 fand seine Arbeit ein gewaltsames Ende. Da er Mitglied der deutschen Sozialdemokratischen Partei war und u.a. auch jüdische Patienten heilte, wurde er suspendiert, gleichzeitig wurde ihm der Zutritt zur Klinik untersagt. Sämtliche wissenschaftlichen Unterlagen, Präparate und entwickelten Geräte wurden beschlagnahmt. Er wird von der Gestapo verhaftet und in Trutnov und später auch in Hradec Králové in Haft gehalten. Hier erkrankte er an Diabetes, immer kam es zu Herzanfällen. Erst 1944 wird er aus der Haft entlassen. Havlíček stellt einen Antrag auf die tschechische Staatsbürgerschaft – erfolglos. Er wird in die amerikanische Besatzungszone nach Friedberg in Hessen ausgesiedelt, wo er als leitender Arzt tätig ist. Sein eigener Gesundheitszustand ist aber auch weiterhin kläglich. Am 13. 5. 1949 stirbt er in Wetzlar – in Vergessenheit und in Armut.

Josef Šír

In diesem Jahr begeht man in Horní Branná den 150. Geburtstag des aus diesem Ort gebürtigen namhaften Lehrers, Schriftstellers, Malers und Musikers Josef Šír. Er studierte an der Lehrerbildungsanstalt in Jičín. Hier lernte er auch den Schriftsteller Karel Václav Rais kennen. Seine Laufbahn als Lehrer begann er in Roztoky bei Jilemnice. Hier machte er die Bekanntschaft von Františka Janoušková aus Kruh, die er später heiratete. Binnen kurzer Zeit war er weit und breit bekannt. Er unterrichtete in den Orten Štěpanice, Poniklá und Benecko. Einundzwanzig Jahre lang war er Chronist von Štěpanice. Schon bald war mit den hiesigen Leuten Leib und Seele. Er lernte er ihren Kummer, aber auch ihre kleinen Freuden kennen. Die Schicksale der hiesigen Menschen band er zu hübschen Erzählungen zusammen. Diese Erzählungen wurden zuerst in den „Volksblättern“, im „Goldenen Prag“ und in anderen Presseerzeugnissen veröffentlicht. Im Jahre 1904 gab der Otto-Verlag sein Erstlingswerk – ein Buch mit Erzählungen mit dem Titel „Bergquellen“ heraus. Josef Šír liegt auf dem Friedhof von Roztoky bei Jílemnice begraben, linkerhand des Weges vom Haupttor des Friedhofs.

Jan Amos Komenský (Comenius) - Lehrer der Nationen

Nach der Schlacht am Weißen Berg war Jan Amos Komenský gezwungen, Fulnek in Mähren zu verlassen, wo er Schulaufseher und Prediger der Böhmischen Brüdergemeinschaft war. Als am 20. Oktober 1621 von der Wiener Hofburg die Ausweisung nicht katholischer Priester angeordnet wurde, verbarg er sich in Horní Branná, einem kleinen Ort im Riesengebirgsvorland, der in der Herrschaft von Václav Záruba von Hustířany lag. Gerade hier begann sich eine kleine Gruppe der Böhmischen Brüdergemeinschaft zu versammeln. Gleichzeitig bereiteten sie ihre Flucht aus der Heimat vor. Das Exil erwies sich als einziger Ausweg. Der Winter von 1627, an dem sich Komenský in Branná aufhielt, war streng und schneereich. Trotzdem brach der Trupp der böhmischen Brüder in Richtung Landesgrenze auf. Die Männer zu Pferde, die Frauen und Kinder auf Schlitten. Aus Branná zogen sie über die Orte Černý Důl, Janské Lázně, Svobodu nad Úpou, Mladé Buky, Kalnou vodu, Babí bis zum grenznahen Žacléř. Hier überschritten sie gemeinsam die damalige Grenze zu Schlesien, dem heutigen Polen. 8. Am 8. Februar 1628 kamen sie in Marklissa, dem heutigen Lešna an. In Marklissa wurde J. A. Komenský zum Bischof und Schreiber ernannt. Schon bald wurde er stellvertretender Rektor des Gymnasiums, was sein Interesse an der Pädagogik weiter schürte. In diesem Zeitraum entstand ein großer Teil seiner Werke. Seinen Lebensabend verbrachte er in Holland. Er starb am 15. November 1670. Er liegt in einem Kirchlein in Naarden begraben.

Jaroslav Havlíček

Prosaiker und namhafter tschechischer Vertreter der psychologischen Prosa im Zeitraum zwischen den Weltkriegen. Er wurde am 3. 2. 1896 in Jilemnice in einer Lehrerfamilie geboren. Nach dem Besuch der Volksschule besuchte er die Realschule und das Gymnasium in Jičín, wo er auch das Abitur ablegte. Danach studierte er an der Tschechischen Technischen Universität in Prag. 1915 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und kam an die Front. Zuerst an der russischen und dann an der italienischen Front. 1919 kehrt er nach Hause zurück. Seine natürliche psychologische Begabung ermöglichte es Jaroslav Havlíček die Psyche seiner Romangestalten, namentlich der weiblichen Romanheldinnen bis ins kleinste Detail zu beschreiben, ganz abgesehen von seiner Fähigkeit, seine realistische, ja nahezu naturalistische Wahrnehmung der Wirklichkeit zu lyrisieren. Seine Literatur wurde von Dorfgelehrten und Spiritisten beeinflusst. Er schrieb einige Romane, deren Handlungen sich im Kleinstadtmilieu des 19. und 20. Jahrhunderts abspielen. Er beschreibt tragische menschliche Schicksale, den psychischen Zustand zumeist seelisch schwer kranker Menschen, wobei er extreme Situationen nahezu erbarmungslos beschreibt. Er starb am 7. 4. 1943 in Prag.

Jaroslav Skrbek

Dieser Grafiker, akademische Maler und Pionier der böhmischen Radierung erblickte am 7. Januar des Jahres 1888 in Poniklá das Licht der Welt. Hier in Vysoké nad Jizerou verbrachte er seine Kindheit. Sein ganzes Leben kam er auch immer wieder gern hierher zurück. Kein Wunder, dass das Thema Semily und Umgebung im Schaffen dieses Malers aus den Ateliers von Prof. Max Pirner und Prof. Max Švabinský und Absolventen der Prager Akademie einen festen Platz einnimmt. Die folgenden Bilder sind bekannt: „Aus unseren heimatlichen Bergen“, „Riesengebirge im Winter“, „Aus heimatlichen Gefilden“, „Sommer im heimatlichen Riesengebirgsvorland“. Er gab auch das Buch „Z bouřlivých podkrkonošských meetingů na Petruškových vrších u Vysokého n. Jiz. r. 1868“ (Von den stürmischen Treffen im Riesengebirgsvorland auf Petruškové vrchy bei Vysoké n. Jiz. im Jahre 1868) heraus.Seine Arbeiten wurden auch häufig in Illustrierten und Zeitungen abgedruckt (z.B. „Venkov“). Er starb im Jahre 1954. Reproduktion der Zeichnung seines Geburtshauses in Poniklá aus seinem Buch „Světlem a stínem“ (Durch Licht und Schatten).

Prof. Dr. med., Dr. Sc. Zdeněk Reiniš

Er wurde in Poniklá geboren. International anerkannter Experte auf dem Gebiet der Angiologie (Vertreter der sog. Angiologischen Schule). Prof. Dr. med. Zdeněk Reiniš, Dr.Sc. gilt als Begründer der Arteriosklerose-Epidemiologie und präventiven Kardiologie in der (damaligen) ČSSR. In den Jahren 1958–1968 beteiligte er sich an epidemiologischen Studien nichtinfektiöser Krankheiten – die ersten ihrer Art auf unserem Gebiet. Im Mittelpunkt seiner Forschungen standen vor allem Arteriosklerose, koronare Herzkrankheiten und ischämische Erkrankungen der unteren Gliedmaßen. Diese Forschungen werden bis heute als Pilotarbeiten angesehen. Im Jahre 1964 brachte Prof. Reiniš von einer Studienreise durch die USA eine Methode in seine IV. Klinik für innere Krankheiten mit, die auf ihre Weise eine Revolution in der einheimischen Gesellschaft für Kardiologie auslöste. Sie half einige bis dahin unantastbare Meinungen in Bezug auf Arrhythmien neu zu bewerten, vor allem aber beeinflussten sie grundsätzlich deren Diagnostizierung. Im Jahre 1994 wurde er In memoriam als Ehrenmitglied der Angiologie-Gesellschaft ausgezeichnet.

František Kaván

Dieser bekannte Maler wurde am 10. September 1866 in Víchovská Lhota bei Jilemnice geboren. Die heimatlichen Gefilde, die er das ganze Leben lang im Herzen bewahrte, prägten dann auch seine Werke. In den Jahren 1889–95 studierte er an der Prager Malerakademie bei Julius Mařák. Unter seiner Leitung stieg er bald zum erstklassigen Landschaftsmaler auf. Die meisten seiner Werke zählen heute zum Goldenen Fonds der böhmischen Landschaftsmalerei. Sein berühmtes Gemälde „Podmrak“ (Dämmerung), das er im Jahre 1894 in Víchovská Lhota malte, wurde sechs Jahre später – im Jahre 1900 – auf der Weltausstellung in Paris mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Nach konsequenten realistischen Anfängen tendierte er später, d.h. in den Jahren 1895–1899 zum Symbolismus und unterhält regen Kontakt zu Künstlern der Modernen Revue. Nach 1900 kehrt er zur reinen Landschaftsmalerei zurück, die er mithilfe eines impressiv gestimmten Realismus darstellt. Bekannt sind vor allem seine Wintermotive. Er schrieb aber auch Poesie. Die im Riesengebirgsmuseum im Schloss Jilemnice installierte Kaván-Galerie ist im Besitz von annähernd 90 Werken dieses vorderen tschechischen Landschaftsmalers. Er starb am 16. Dezember 1941 in Libun.

Josef Jarosch

Dieser Schriftsteller, Dichter und Übersetzer wurde 1837 im Ort Petrovice geboren. Er hatte 10 Geschwister, 7 von ihnen starben aber schon im Kindesalter. Er besuchte die Bürgerschule und später das Gymnasium. Schon in der Studienzeit begann er Gedichte zu schreiben und zu publizieren. Anfangs schrieb er unter verschiedensten Pseudonymen wie z.B. J. W. J., J. R. H., Waldemar J. und ab 1856 auch als Alfred Waldau. Später nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Karls-Universität auf. In Prag unterhielt er rege Kontakte mit den Dichtern Vítězslav Hálek, Jan Neruda, Gustav Pflegr, Adolf Heyduk, den böhmischen Malern V. Barviti, A. Bubák und anderen Persönlichkeiten. Besonders wertvoll sind seine Übersetzungen der Gedichte von Karel Hynek Mácha ins Deutsche und seine Studien böhmischer Volkstänze und -lieder. Mit Neruda arbeitete er an der Herausgabe der „Lebensbilder/Obrazy života“ zusammen. Schon in zartem Kindesalter hatte er gesundheitliche Probleme. Heilung suchte er jeweils in Johannisbad - Janské Lázně. Im Jahre 1872 kam er dann nach Schatzlar - Žacléř. Hier war er als Notar und Rechnungsprüfer tätig und hier heiratete er auch in aller Stille Franziska Wisiack Edle von Wendenbühl. Sie lebten auf Schloss Schatzlar. Das hiesige raue Gebirgsklima war seiner Gesundheit nicht zuträglich und so verschlimmerte sich seine Lungenkrankheit. Er starb am 3. 2. 1882 in Schatzlar (Žacléř).

Karl Illner

Flugpionier, Techniker und Konstrukteur aber auch Inhaber vieler Rekorde mit dem Eindecker Etrich Taube, gerade er war es, der die Etrich-Flugzeuge weltberühmt machte. Er wurde am 14. März 1877 in Schatzlar - Žacléř geboren. in Trutnov erlernte er den Beruf eines Maschinenschlossers. Später fand er Anstellung bei der Firma Bräunlich in Freiheit/Svoboda nad Úpou. Hier traf er auf Igo Etrich, den Sohn des einflussreichen Textilfabrikanten Ignaz Etrich – einen fortschrittlichen jungen Mann, der vom Gedanken des Fliegens besessen war. Ab 1908 wurde er offiziell als Werkmeister und Konstrukteur für Flugforschung und -entwicklung angestellt. Nach ersten Erfolgen zog er in den Wiener Prater und noch später in die Wiener Neustadt um. Zum Jahresende 1909 konstruierte und baute er hier ein neues Flugzeug, dass in die Geschichte der Flugfahrt eingehen sollte – die berühmte Etrich Taube II. Hier unternahm Karl Illner die ersten Flüge. Das Fliegen hatte er dabei als Autodidakt erlernt. Er experimentierte weiter und galt schon bald als ausgezeichneter Pilot. Am 17. Mai 1910 wagte er den ersten Überflug zwischen zwei Städten der Österreichisch–Ungarischen Monarchie – zwischen der Wiener Neustadt und Wien, samt Rückflug. Weitere folgten. Auch die berufliche Karriere von Karl Illner ist imposant. Im I. Weltkrieg war er Fluglehrer für Militärpiloten, er wurde technischer Leiter der Fabrik Aviatik, er war aber auch als Betriebsleiter der Österreichischen Daimler-Motoren GmbH in der Wiener Neustadt tätig. Unter deren Generaldirektor – kein anderer als Ferdinand Porsche – war er Produktionsleiter in der Personenkraftwagen und Lokomotivenherstellung. In den Jahren 1919–1921 wurde er Gesellschafter der Wiener Auto und Garagen G.m.b.H. Am 6. August 1935 setzte der Tod den Schlusspunkt unter ein außergewöhnlich schaffensreiches Leben.

Josef Rössler – Ořovský

Als Josef Rössler – Ořovský im Jahre 1893 von den sportlichen Versuchen der Riesengebirgsskiläufer erfuhr, nahm er Kontakt mit Jan Buchar, dem Geschäftsführer des Klubs tschechischer Touristen in Jilemnice auf, mit dem ihn später bis an sein Lebensende tiefe Freundschaft verband. Beide – Buchar und Rössler-Ořovský – gelten als Väter des Wintersports im Riesengebirge.

Jan Buchar

Jan Buchar wurde im Ort Mříčná bei Jilemnice geboren. Er wurde Lehrer. Ab 1884 war er Verwalter der Einklassenschule in Dolní Štěpanice. Hier begann er seine großartige touristische Tätigkeit, die ihn zu einem der Pioniere des tschechischen Tourismus werden ließ. 1888 wurde der Klub tschechischer Touristen gegründet, der seine eigene Zeitschrift herausgab. Gleich ihre erste Nummer enthielt einen Artikel von Jan Buchar unter der Schlagzeile „Auf ins Riesengebirge“. Zur Jahreswende 1892 machte er sich mit funkelnagelneuen Skiern zu einer Tour zum Heidelberg (Žalý) auf. So leitete er eine neue Epoche des Skitourismus im Riesengebirge ein. Im Jahre 1894 kommt Buchar’s erster Artikel über den Gebrauch der Skier heraus (Neue Wintersportart) und ein Jahr später eine Anleitung zum Ski fahren unter dem Namen „Ski“ - die erste methodische Skilaufanleitung in der Geschichte des tschechischen Skisports überhaupt.

Ehepaar Marie und Jaroslav Lukeš

Beide waren Meister des Sports und lebten in Jilemnice. Jaroslav war Meister im Skispringen, in der alpinen Kombination und Nordischen Kombination. Er nahm an zwei Winterolympiaden und zwei Weltmeisterschaften teil. Den größten Stellenwert hatte für ihn der zehn Zentimeter große „Pokal“ aus Alpaka, der ihm im Jahre 1930 vom norwegischen König persönlich überreicht wurde – der Preis für den besten Sportler-Mitteleuropäers. Ehefrau Marie war zweifache Landesmeisterin im Skilanglauf. Sie kannten sich seit ihrem fünften Lebensjahr. Und wie sie selbst einmal scherzhaft sagten, „pullerten sie ins gleiche Loch“. In Spindlermühle begannen sie dann die erste Seilbahn zu bauen. Hier gründeten sie überdies den überhaupt ersten Bergrettungsdienst.

Jaroslav Cardal

Legendäre Persönlichkeit des tschechoslowakischen Skilanglaufs. Er wurde im Dorf Mrklov geboren. Im Skilanglauf über die 50-Kilometer-Distanz blieb er seit seinem ersten Sieg bis zum Abschluss seiner sportlichen Karriere im Jahre 1959 ungeschlagen. 13 Jahre lang errang er den Titel des Landesmeisters im Skimarathon. Wiederholt startete er bei weltweiten Spitzenwettbewerben – dreimal bei den Olympischen Winterspielen und zweimal bei Weltmeisterschaften. Er bestritt seine Wettkämpfe in der Ära der berühmtesten Skiläufer aller Zeiten. Damals war es für Mitteleuropäer äußert schwierig zur Weltspitze vorzudringen. Nach Beendigung der aktiven Laufbahn 1959 wurde er Verwalter des Skistadions in Spindlermühle, als Pensionär lebte er dann in Jilemnice.

Bohumír Zeman

Er wurde in Spindelmühle geboren und ist Zögling der Ortssektion für Sport- und Körpererziehung. An der Wende von den 70. zu den 80. Jahren war er führender tschechischer Repräsentant im Abfahrtslauf. Er ist 14-facher Landesmeister, ab seinem 16. Lebensjahr nahm er zehn Jahre lang an Weltcuprennen teil. Mehr als dreißig Mal platzierte er sich unter den ersten Zehn. Zweimal startete er bei den Olympischen Spielen und zweimal bei Weltmeisterschaften. 1981 wurde er Weltcupsieger im österreichischen Kitzbühl im Slalom und in Abfahrtslauf am Hahnenkamm. Er kann auf eine ganze Reihe weiterer hervorragender Erfolge verweisen – zum Beispiel auf den 4. Rang im Jahre 1980 in der Kombination Slalom, Abfahrtslauf und Riesenslalom bei den Winterspielen in Lake Placid und viele weitere mehr. In den Jahren 1986–1989 trainierte er die Junioren im Leistungssportzentrum in Vrchlabí, ab 1990 die Slalom-Nationalmannschaft im Fürstentum Lichtenstein. Derzeit ist er Bürgermeister von Špindlerův Mlýn.

Šárka Záhrobská

Šárka Záhrobská erblickte in Benecko das Licht der Welt. Sie ist erfolgreiche Repräsentantin im alpinen Skilauf. So siegte sie bei den Weltmeisterschafen im schwedischen Aare im Slalom und errang somit den überhaupt ersten Titel im alpinen Skilauf für die Tschechische Republik. Hier ein kurzer Überblick über ihre Erfolge – Weltcup: der 2. und 3. Rang im Slalom, Weltmeisterschaften 2007 (Aare): 1. Rang im Slalom, 4. Rang in der Superkombination, 12. Rang im Riesenslalom, Weltmeisterschaften 2005 (Bormio): 3. Rang im Slalom, 5. Rang in der Kombination, 10. Rang im Riesenslalom, Weltmeisterschaften 2003 in St. Moritz: 9. Rang in der Kombination, Olympische Winterspiele 2006 (Turin): 13. Rang im Slalom, 27. Rang im Superriesenslalom, 19. Rang in der Kombination. Nur weiter so :-))

Andrea Zemanová

Die Schülerin des Gymnasium in Vrchlabí ist Mitglied des Skiklubs von Špindlerův Mlýn und schloss mit Erfolg die Repräsentation in der Schülerkategorie ab. Die 15-jährige Andrea wurde Tschechische Meisterin im Riesenslalom. Im Verlauf der Saison der republikweiten Wettbewerben belegte sie im Slalom schlechtenfalls den zweiten Rang. Bei den internationalen Skirennen „Ski-Interkriterium“ in Říčky im Adlergebirge stellte sie unter Beweis, dass sie den Riesenslalom, der als A und O des Skiabfahrtslaufes angesehen wird, meisterhaft beherrscht. Dabei belegte sie den 2. Rang. Auch bei den Kombi-Rennen der F.I.S. für Schüler und Jugendliche Trofeo Topolino Sci in Italien konnte sie in der internationalen Konkurrenz von 100 Skiläuferinnen aus 45 Ländern unter Beweis stellen, dass sie zur absoluten Weltspitze gehört. Dann folgte das italienische Abetone, wo sie sich in der Konkurrenz von einhundert Skifahrerinnen aus 38 Staaten der Welt in jeder Kategorie sehr tapfer schlug. Das nächste Kräftemessen der Weltspitze in der Schülerkategorie fand im französischen Skizentrum Val d´ Isére statt. Von mehr als 100 Mädchen aus 28 Ländern belegte sie im Slalom den 3. Rang. Vor zwei Jahren gewann sie den Superriesenslalom und die Belohnung dafür war ausgesprochen süß: soviel Gummibärchen, wie sie selber wog – einen ganzen Zentner. Herzlichen Glückwunsch und viele weitere Erfolge bei den Junioren!

Daniel Paulíček

wurde 1993 geboren und lebt in Vrchlabí. Unter der Anleitung seines Trainers Zdeněk Volech ist er zum erfolgreichen Freestyle-Snowboarder aufgestiegen. Zu seinen größten Erfolgen gehören vor allem der 1. Rang beim O2 Rookie Cup 2007 im Gesamtklassement, der 3. Rang 4 x 4 in der Serie 2007 und der insgesamt 8. Rang beim World Rookie Fest Livigno 2008. Als talentierter Snowboarder, der direkt aus der Nachwuchsarbeit des BSS Club und der Sportakademie hervorgegangenen ist, wird er vom Unternehmen Burton gesponsert. In der anstehenden Saison steigt er voll in die Juniorenkategorie ein.

Veronika Vítková

wurde 1988 geboren. Sie lebt in Jilemnice, wo sie auch das Sportgymnasium besucht. Sie widmet sich dem Biathlon und ist tschechische Repräsentantin. Zu ihren größten Erfolgen gehören: Junioren-Weltmeisterschaften 2008 – 2., 6., 6. Rang, Junioren-Europameisterschaften 2008 – 3., 2. Rang, 2. Rang in der Stafette, Weltmeisterschaften 2008 der Erwachsenen – 14. Rang. Veronika gilt mit Recht als eines der größten gegenwärtigen Talente des tschechischen Biathlon. Auch in der kommenden Saison geht sie noch bei den Juniorinnen an den Start. Höhepunkt der Saison sind für sie die Junioren Weltmeisterschaften. Es ist klar, dass sie einen großen Teil des Weltcups 2008/2009 absolvieren wird. Im olympischen Jahr 2010 tritt Veronika offiziell das erste Mal in der Damenkategorie an. Ihre Chancen auf eine Beteiligung und gute Ergebnisse bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver (bis zum 30. Rang) stehen also sehr gut. Die Olympischen Winterspiele in Sotschi im Jahre 2014 dürften zu einem weiteren Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere werden. Ihr persönlicher Trainer ist Jindřich Šikola, der gleichzeitig Trainer der tschechischen Juniorinnenauswahl ist.

Michal Štantejský

wurde in Vrchlabí geboren. Er ist Mitglied der Abteilung Ski Alp Klub Špindl. Den Grundstein für seine Wettkampfkarriere im Skibergsteigen legte er durch die intensive Vorbereitung auf die Wintersaison 2004/5. In der Männerkategorie bis 23 Jahre wurde er für die Europameisterschaften in Andorra nominiert und zwar im Vertical Race, sowie im Einzel- und Staffelwettbewerb. Dank seiner hervorragenden Leistung belegte die Tschechische Republik Rang 5 in der Völkerwertung. Die Wintersaison 2005/6 ließ er aus gesundheitlichen Gründen aus. Der nächste Winter 2006/7 brachte sein erfolgreiches Comeback. Er forcierte die Vorbereitung, fuhr zig Kilometer Rad, machte Dauerläufe und kam langsam wieder in Form – im Winter war er in Top-Form. Höhepunkt der Saison waren die Tschechischen Meisterschaften im Skibergsteigen in Spindelmühle, wo er in der Männerkategorie (20 bis 39 Jahre) den Sieg errang.

Filip Trejbal

wurde 1985 in Jilemnice geboren. Hier besuchte er das Sportgymnasium. Heute lebt er zusammen mit seiner Familie und seiner Schwester in Rokytnice nad Jizerou. Hier begann auch seine Wettkampfkarriere. Für den Skisport begeisterten ihn seine Eltern, die ihn auch weiterhin unterstützen. Wettkämpfe und Training nehmen natürlich viel Zeit in Anspruch aber in seiner knappen Freizeit widmet er sich auch gern seinen Hobbys - zumeist wieder Sport, wie Ballspiele, Wake Boarding, Wasserski, Freeride auf Skiern und mit dem MTB, Motocross und anderes mehr. In seinem Leben hält er sich an die Parole – Tun, was Spaß macht und damit auch noch Geld verdienen. Um so besser, wenn es regelmäßige Punkte im Weltcup sind. Das vergangene Jahr war äußerst erfolgreich. Bei der ITA Winterolympiade 2007 in Bardonecchi belegte er im Super G den 2. Rang, im Riesenslalom den 2. Rang und in der Kombination und im Slalom stand er sogar ganz oben auf dem Treppchen. Bei den internationalen tschechischen Meisterschaften 2008 in den alpinen Disziplinen errang Filip Trejbal im Spezialslalom auf der schwarzen Piste in Svatý Petr/Spindelmühle den Meistertitel.

Tomáš Slavík

er wurde im Jahre 1981 geboren. Nach Abschluss der Grundschule im Jahre 1995 besuchte er das Sportgymnasium in Jilemnice und schon drei Jahre später stieß er zur tschechische Repräsentation. Von den klassischen Skidisziplinen wählte er sich die schwerste aus – die nordische Kombination. Derzeit ist Tomáš einer der besten tschechischen „Kombinierten“. Im Jahre 2007 gewann er in Turin den Titel des akademischen Weltmeisters. Er ist Inhaber zweier Bronzemedaillen von der Universiade – den Weltspielen von Studenten. Beim Weltcup-Rennen am Holmenkollen im Jahre 2007 errang er den 5. Rang, außerdem nahm er auch an den olympischen Winterspielen 2006 in Turin teil. Schon dreimal in seiner Karriere stellte er sich bei Weltmeisterschaften vor. Im Weltcup platziert er sich regelmäßig unter den besten Fünfzehn, im Summer Grand Prix 2007 wurde er Zehnter. Tomáš Slavík kann nicht nur auf eine erfolgreiche Skikarriere verweisen, im vergangenen Jahr schloss er mit Erfolg die pädagogische Fakultät an der Technischen Universität in Liberec, Fachrichtung Deutsch – Sport ab.

Anna Hanušová

Sie war eine namhafte Persönlichkeit des tschechischen Damenskisports in den Jahren 1908 – 1912. Von den Anfängen des Damenskisports in den böhmischen Ländern liegen nur spärliche Berichte vor. Daraus ist zu schließen, dass es vor dem 1.Weltkrieg recht wenige Frauen gab, die dem Skisport frönten. Sie starteten jedoch in separaten Wettläufen, d.h. ohne Diskriminierung. Zum ersten Skiwettlauf der Damen kam es aus Anlass der Meisterschaften des Königreichs von Böhmen am 2. Januar des Jahres 1904 in Vysoké nad Jizerou. Um das Jahr 1910 nahm die damals beste Skiläuferin Anna Hanušová aus dem Sokol-Verband aus Mrklov an einigen Männerwettläufen teil, später wurde sie Mitglied des namhaften „Böhmischen Riesengebirgsverbands Ski“ in Jilemnice. Am 10. April 1909 nahm sie als erste Frau in Böhmen an einem 50-Kilometer-Skirennen teil.

Josef Kraus

Pionier des böhmischen Skisports, einer der führenden Skisportler von der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Er wurde im Dorf Dolní Štěpanice geboren und war Gewinner des ersten internationalen Skilanglaufs über 50 Kilometer und fünffacher Meister des böhmischen Königreichs. Sein Vater Jan war Tischler. Er arbeitete mit dem namhaften Skihersteller und Mühlbauer Antonín Vondrák in der Brettsäge in Dolní Štěpanice zusammen. Dieser lieh ihm eine Schablone und so begann Jan seine eigenen „hausgemachten“ Skier zu bauen. Was die Ausrüstung betraf, hatte der Sohnemann ausgesorgt. Schon als Schuljunge siegte er bei Schulwettbewerben im Skilauf. Bei den Skimeisterschaften der Länder der böhmischen Krone sprang er von einer improvisierten Sprungschanze und wurde zum ersten tschechischen Skisprungmeister des Königreichs Böhmen. Im Jahre 1904 errang Josef Kraus als Mitglied des ČKSS bei den Meisterschaften der Länder der Böhmischen Krone in Vysoké nad Jizerou seinen ersten Meistertitel über 10 Kilometer. Diesen konnte er dann auch noch zweimal verteidigen. Im Jahre 1905 fügte er noch den Titel im ersten Skilanglauf über 50 km hinzu. Im Jahre 1906 konnte er bei einem Meisterschaftslauf in Benecko seine Überlegenheit zum letzten Mal unter Beweis stellen. Damals verwies er Bohumír Hanč auf den zweiten Rang. Er starb im Jahre 1966.

Hynek Bedrník

wurde am 31. Dezember 1872 geboren. Er war ein ausgezeichneter Läufer in den Anfängen des Skisports in den böhmischen Ländern und Mitbegründer des Böhmischen Riesengebirgsskiverein Ski Jilemnice, langjähriges Mitglied seines Ausschusses und dessen erster Hauptmann. Zusammen mit weiteren Skiläufern stand er an der Wiege des sportlichen Skilaufs in Böhmen und wurde schon bald zu dessen Hauptakteur. Bei den ersten Skimeisterschaften des Königreichs von Böhmen im Januar 1896 im Prager Stadtpark Stromovka lief er die zweitbeste Zeit. Einen Monat später siegte er beim ersten Klubwettbewerb um die Riesengebirgsmeisterschaften. Im Jahre 1898 wurde er Meister der Böhmischen Krone. Nach Beendigung der aktiven Sportlerlaufbahn widmete er sich intensiv der Arbeit im Böhmischen Riesengebirgsskiverein Ski Jilemnice.

Eva Paulusová

Achtfache Landesmeisterin, Teilnehmerin an zwei Olympischen Spielen und drei Weltmeisterschaften, Trainerin und technische Delegierte des Internationalen Skiverbands (FIS). Sie wurde in Jilemnice geboren. Ihre Wettkampfkarriere dauerte von 1955 bis 1966. Sie begann schon sehr früh mit dem Skilauf – mit fünf Jahren. Im Jahre 1955 wurde sie in die Nationalmannschaft berufen. Ihr erster Erfolg war der Sieg beim Skilanglauf über 5 km bei den Landesmeisterschaften in Spindlermühle. Auf internationaler Szene belegte sie den 2. Rang im Skilanglauf bei der Winter-Universiade 1960 in Chamonix. Ihre größte sportliche Leistung erreichte sie in Oslo 1966 beim Skilanglauf über 10 km. Ab 1975 war sie Mitglied der FIS-Superkombination der Damen und auch technische FIS-Delegatin bei internationalen Wettbewerben im Skilanglauf der Damen.

Antonín Bartoň jun.

Dreifacher Landesmeister, zweifacher Silbermedaillengewinner bei den Weltmeisterschaften von 1933, bester Mitteleuropäer im Skilanglauf über 50 km bei den Winterspielen in Lake Placid im Jahre 1932. Bei den Weltmeisterschaften von 1933 in Innsbruck erkämpfte er die Silbermedaille in der Kombination, außerdem trug er zum ausgezeichneten Erfolg der silbernen ČSR-Stafette bei. Mit dem Skifahren begann er schon im Vorschulalter. Im Jahre 1931 wurde er in die Nationalmannschaft der ČSR berufen. Den größten Erfolg seiner sportlichen Karriere errang er bei den Weltmeisterschaften in Innsbruck im Jahre 1933, wo er zwei Silbermedaillen errang - in der Kombination und in der Stafette und im Skisprint über 18 km die siebtbeste Zeit lief. Von unserer Stafette war er der Schnellste und entschied über die Silbermedaille. Ein Erfolg, den erst ein halbes Jahrhundert später die tsch. Skiläuferinnen in Sarajevo wiederholen konnten. Im Jahre 1935 erkämpfte er seinen letzten Landesmeistertitel im Kombinationslauf, danach beendete er seine sportliche Karriere.

Die Balcar’s aus Spindlermühle.

„Sucht wahllos hundert Jungen aus und bietet ihnen an, Ski zu springen. Wenn sich ganze zehn melden, machen drei noch oben am Anlauf die Mücke. Es gab aber sechs Jungen, die dieses Angebot mit fünf Jahren bekamen und kein einziger von ihnen riss aus. Mit sechs sprangen sie 15 Meter weit und mit zwölf schon 50 Meter. Die Rede ist von den Balcar’s aus Spindelmühle. Das Vorwort zu dem Artikel, der der größten Skispringerfamilie in Europa und möglicherweise auch weltweit Achtung zollt, hat auch nach 30 Jahren nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt. Die Familie zählte sieben Skiläufer-Skispringer – Vater Oldřich und seine Söhne: Olda, Josef, Jindřich, Jaroslav, Stanislav und Jiří. Als achter aus der Balcár-Familie setzte Jan, der Sohn von Jindřich diese Tradition fort. Einer der Trainer der Gebrüder Balcar war der Architekt Karel Jarolímek, der erste Erbauer moderner Sprungschanzen, einer der ersten Skispringer und FIS-Mitglieder bei uns. Er selbst sprang am norwegischen Holmenkollen Ski und nahm übrigens auch am gleichen denkwürdigen Skilanglauf über 50 Kilometer teil, bei dem Bohumil Hanč und Václav Vrbata ums Leben kamen.

Zdeněk Remza

Meister des Sports und verdienter Trainer. Er wurde im Dorf Horní Branná geboren. Viele Jahre lang war er Mitglied der Skisprung-Nationalmannschaft, er startete auch bei den Olympischen Winterspielen von 1948 und den Weltmeisterschaften von 1954 und 1958. Er legte großen Nachdruck auf die Sprungtechnik, an der er nicht selbst ständig feilte, sondern die auch hervorragend weiter zu vermitteln wusste. Im Jahre 1960 wurde er mit der Funktion des Staatstrainers der Skisprungnationalmannschaft betraut, die er dann bis 1970 ausübte. Für das hervorragende Abschneiden bei den Olympischen Winterspeilen 1968 in Grenoble erhielt er eine staatliche Auszeichnung. In den Jahren 1974–1981 vertrat er die Funktion des Trainers des zentralen Skiverbands der ČSSR.

Jana Koubková

Sängerin, Liedermacherin, Moderatorin, Publizistin, Organisatorin - kurzum eine Frau mit einem gerütteltem Maß Rhythmus, Tonreichtum, Improvisationsgeist und kommunikativer Verspieltheit im Leib. Schon viele Jahre lang gehört sie zur absoluten Spitze in der tschechischen Jazzszene. Der Sängerin Jana Koubková kann man im Frühling und im Herbst jedoch auch oft als Riesengebirgstouristin begegnen.
Sie kommt gern hier her, um sich hier vom Alltagsstress zu erholen. „Innehalten, sich umschauen, die Schönheit ringsum wahrnehmen“ ist ihre Parole.