Krkonoše Photo - 1 Krkonoše Photo - 2 Krkonoše Photo - 3 Krkonoše Photo - 4 Krkonoše Photo - 5 Krkonoše Photo - 6


Die Talsperre Les Království

Drucken
Die Talsperre Les Království
Les Království
Landkarte: Ansehen

Die Talsperre mit dem offiziellen Namen Les Království (Königreichswald), ist mitunter auch unter dem Namen Těšnovská oder Bílá Třemešná angeführt. Sie staut die Elbe 4 km flussaufwärts der Stadt Dvůr Králové nad Labem und zwar im Durchbruchstal der Elbe durch den Gebirgszug Kocleřovský hřbet. Im Jahre 1964 wurde die Talsperre zum technischen Denkmal ausgerufen - heute ist sie ein gern besuchtes Wanderziel für Touristen aus Nah und Fern. Ihr Bau wurde nach der verheerenden Überschwemmung von 1897 beschlossen, die das Elbtal bis nach Pardubice verwüstete. Dieses Jahrhunderthochwasser gab auch Anlass zum Bau der „Elbetalsperre“ - Labská přehrada (früher Krausebauden-Talsperre) in Špindlerův Mlýn. Der Bau des romantischen Bauwerks „Les Království“ fand dann in den Jahren 1910 - 1920 statt (die Verzögerung wurde vom1. Weltkrieg verursacht). Nach ihrer Fertigstellung war die Talsperre das größte Staubecken in der damaligen Tschechoslowakischen Republik. Der Damm ist eine aus Königinhofer Sandstein erbaute, gewölbte Gewichts- und Bogenmauer, die am Dammfuß eine Breite von 37 und in der Dammkrone von 7,2 Metern hat. Der an seiner höchsten Stelle 41,4 Meter hohe Damm ist in der Dammkrone 218 Meter lang. Die Talsperre staut die Elbe auf einer Länge von 5,1 Kilometern und überflutet bei Höchststand 85 Hektar (im Normalbetrieb von 58,6 ha). Im Jahre 1923 wurde unter dem Damm ein Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 2x600kW errichtet. Der Staumauer wurde im romantischen pseudologischen Geist erbaut, mit einer Krone, die zwei Tore mit schmucken Türmchen zieren. Das Talsperrenwärterhaus erinnert an eine kleine Steinburg mit zinnengekröntem Bergfried.