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Kirche Wang

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Kirche Wang
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Dolní Malá Úpa 129, 542 27 Malá Úpa
Email: info@malaupa.cz
Telephon: (00420) 499 891 112
Web: http://www.malaupa.cz
Landkarte: Ansehen

Diese uralte protestantische Holzstabkirche steht an der polnischen Seite des Riesengebirges, im oberen Viertel der Stadt Karpacz. Hierher gelangte das Kirchlein aus der norwegischen Stadt Vang, wo es schon im Jahre 1175 erbaut wurde. Im Jahre 1841 war dieser Gemeinde im hohen Norden die Kirche zu klein geworden und so beschlossen sie, eine neue Steinkirche zu bauen. Die alte Holzkirche sollte als Brennholz verhökert werden. Bei der Versteigerung tauchte jedoch unvermittelt der norwegische Landschaftsmaler Johann Christian Dahl auf - ansonsten Professor an der Dresdner Akademie der Künste - und bemühte sich um seine Rettung. Letztendlich wurde das Kirchlein demontiert und mit der Unterstützung des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. nach Berlin überführt und im Königlichen Museum in seine Einzelteile zerlegt deponiert. Der König stand unter anderem auch im Briefwechsel mit Gräfin Frederike von Reden. Diese erwähnte einmal, dass die Bergdörfer in ihrer Herrschaft dringend eine neue Kirche für die evangelischen Einwohner brauchten und so wanderte die demontierte Kirche im Jahre 1842 nach Liegnitz (Legnica) und von hier über Hirschberg (Jelenia Góra) bis in den stillen Gebirgsort Krummhübel (Karpacz). Es kam noch ein neuer Turm hinzu und im Jahre 1844 fand dann die feierliche Kirchweihe statt. Die Kirche Wang ist eine sog. Stavkirke - Stabkirche, bei der das Dach nicht von den Umfangsmauern, sondern von hohen aufrecht stehenden Stäben - Holzmästen getragen wird. Diese werden 12 Jahre lang in bereits bearbeitetem Zustand Wind und Regen ausgesetzt und anschließend mit Holzkohlenteer imprägniert. Die auf diese Weise behandelten Holzsäulen halten länger als 800 Jahre aus.