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Die "Maginotlinie" des Riesengebirges..

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Die "Maginotlinie" des Riesengebirges..
Řopík - součást lehkého opevnění Řopík - součást lehkého opevnění Řopík - součást lehkého opevnění
Krakonošovo náměstí 72, 541 01 Trutnov
Email: vesely@trutnov.cz
Telephon: +420 499 818 245
Web: http://www.trutnov.cz
Landkarte: Ansehen

Anfang des Jahres 1936 trug der Druck der Regierung zur überstürzten Aufnahme des Baus einer schweren Befestigungslinie an der Nordgrenze der damaligen Tschechoslowakei bei. Eile war geboten - der 2. Weltkrieg warf seine Schatten voraus. Zuerst wurden leichte Kleinkampfbunker errichtet - Objekte nach dem Muster 36 bei Trutnov - die jedoch aufgrund fehlender Erfahrungen und wegen des etwas oberflächlichen Projekts erfolglos waren. Blitzartig kam es zu Abhilfemaßnahmen. Den ganzen Winter 1936 - 1937 verliefen emsige Projektierungs- und Vorbereitungsarbeiten, deren Ergebnis ein leichtes Objekt von Muster 37 war, das im Volksmund „Ropík“ (eine Abkürzung für „Ředitelství opevňovacích prací - Direktion für Befestigungsarbeiten) genannt wurde, bestehend aus einem Stahlbeton-Maschinengewehrnest (mit 50 - 120 cm dicken Wänden und Decken) mit überwiegend Flankenbeschuss, der vor allen aus zwei Schießscharten links und rechts geführt wurde. Diese sog. „Ohrenstände“ sind so im Gelände angeordnet, dass sie eine Linie bildeten, in der sich die jeweils benachbarten Kleinkampfbunker gegenseitig durch MG-Feuer schützen konnten. Sie bildeten so eine zumeist in doppelter Linie geführte Abwehrstellung, die an der Stirnseite noch durch Infanterieabwehrsysteme und ggf. auch Panzerhindernisse verstärkt war. Von den leichten Kleinkampfbunkern gab es insgesamt 5 verschiedene Grundtypen - A bis E, wobei der Typ A (zwei Schießscharten für beidseitiges Flankenfeuer) am häufigsten verwendet wurde. Je nach Typ der Kleinkampfbunker hatten sie 2-7 Mann Besatzung. Sinn und Zweck dieser leichten Kleinkampfbunker war es, den Feind zum Stehen zu bringen oder zumindest für gewisse Zeit aufzuhalten, um so eine strategischen Überraschung zu vermeiden. Wie wirksam diese Befestigungslinie im Angriffsfall tatsächlich gewesen wäre, darüber zerbrechen sich die Experten bis heute den Kopf, Tatsache ist, dass sie aufgrund des Münchner Abkommens sinnlos wurde. Die geplante Befestigungslinie sollte sich durch das ganze Riesengebirge ziehen und im Jahre 1939 fertig sein. Als erstes liefen die Bauarbeiten im Westen (Novosvětský průsmyk - Neuwelter Sattel) und Osten des Riesengebirges (Landeshuter Senke) an. Ende September 1938 war die Befestigungslinie bereits gefechtsbereit, dennoch wurde sie nie in voller Länge fertig gestellt. Heute gibt es hier einen Lehrpfad der tschechischen Befestigungslinie zwischen dem Artilleriewerk Stachelberg und dem Ort Libec (mit Befestigungsanlage) bei Trutnov.