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Geschichte

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Besiedlung des Riesengebirges

Das raue Klima und Wetter waren schuld daran, dass das Riesengebirge in der Urzeit nicht besiedelt war. Erst an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert, als das Handwerk einen ungeahnten Aufschwung verzeichnete, der den Menschen zu völlig neuen technischen und technologischen Mitteln verhalf, ist die Zeit für die Eroberung der Bergwelt gekommen. Johann von Waldstein erbaute Burg Štěpnice als Sitz für seinen Adelszweig, gleichzeitig entstanden weitere Ortschaften. Im 16. Jahrhundert erreichte die Besiedlungslinie die Ortschaften Benecko, Jestřabí und Horní Rokytnice. Die Herrschaft Štěpanice, die das gesamte Westriesengebirge umfasste, entfaltete sich schnell und so entstanden städtische Zentren (Vysoké nad Jizerou, Jilemnice). Später zerfiel die Herrschaft, sie wurde jedoch nach und nach vom böhmisch-österreichischen Adelsgeschlecht der Harrach wieder aufgekauft, die sie so wieder vereinten. Die Bewohner des Riesengebirges verdienten sich ihr Brot mit Leinenanbau und -weberei, mit der Weberei und Glasmacherei. Weitere typische Zweige waren Erzverarbeitung, Forstwesen und Textilgewerbe.

Entwicklung des Tourismus

Die Anfänge des Tourismus gehen auf das Ende des 18. Jhds. zurück, allerdings kam man damals nur im Sommer her. Der Tourismus war damals ausschließlich die Domäne gut betuchter Bürger und Intelligenzler. Auf den Gebirgskämmen begann man „Bauden“ zu errichten, die bereits als Herberge und Nachtquartier dienten. In den verschneiten Bergen waren Hörnerschlitten das ideale winterliche Beförderungsmittel. Gegen Ende des 19. Jhds. hielt sich Graf Harrach in Norwegen auf, wo er Skier zu Gesicht bekam, die er dann prompt in Dolní Štěpnice herstellen ließ. Aus gutem Grund – erleichterten sie den Förstern doch den Zutritt in seine tief verschneiten Forste. Schon bald entwickelte sich auch der sportliche Skilauf, erste Skirennen wurden ausgetragen und die ersten Skiklubs gegründet.
Am 24. März 1913 fand auf dem Riesengebirgskamm der erste Start-Ziel-Skilauf über 50 km statt.Das Skirennen wurde bei nahezu frühlingshaftem Wetter gestartet – bei + 8°C, durch den Nebel schimmerte Sonnenschein. Die Wettläufer gingen daher nur leicht bekleidet an den Start. Im Laufe des Vormittags schlug das Wetter jedoch plötzlich um, über die Kämme brauste ein ungestümer Schneesturm, der einen nach dem anderen der Skiläufer zum Aufgeben zwang. Allein Bohumil Hanč kämpfte weiter verbissen mit den Naturgewalten, bis er zusammenbrach, sein Kamerad Václav Vrbatá lieh daraufhin seinem völlig erschöpften und bis auf die Knochen durchfrorenen Freund Mantel und Mütze. Zu Ehren dieser Freundschaft, ihres Heldentums und Opferbereitschaft wurde ihnen ein Denkmal errichtet – das Hanč und Vrbata Grabmal auf der Vrbatá-Höhe.