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Fauna des Riesengebirges

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Die Fauna des Riesengebirges wird vor allem von seiner Meereshöhe, der Gliederung seines Geländes und der klimatischen Veränderlichkeit dieses Gebirges bestimmt.
Sehr häufig sind glaziale Relikte – also Zeugen der Eiszeit. Als Beispiele seien die Arktische Windelschnecke, die Wolfsspinne Acantholycosa norvegica sudetica, von den Wirbeltieren die Ringdrossel mit ihrem unübersehbaren weißen Bruststreifen, das Weißsternige Blaukehlchen, der Mornellregenpfeifer und die Erdmaus genannt. Andererseits - Endemiten gibt es sehr wenige, wohl nur den Spanner Torula quadrifaria sudetica.
In den niedrigeren Lagen leben typische Vertreter eurosibirischer Mischwälder. In den Buchenwälder sind die Gefältelte Schließmundschnecke, von den Vögeln Spechtmeise, Kernbeißer, Weidenlaubsänger (Zilpzalp) Gimpel, Weiß- und Schwarzstorch und von den Raubvögeln Sperber, Habicht und Uhu beheimatet. Von den großen Pflanzenfressern seien Hirsch und Reh genannt, von den Raubtieren Fuchs, Steinmarder oder auch der Dachs, ein bekannter Nachtjäger und Einzelgänger. Häufig vertreten sind auch kleine Nager, wie die Rötelmaus, Wühlmaus und Gelbhalsmaus.
Die Fichtenzone beherbergt herzynische Fauna, die sehr der Fauna in der Taiga im hohen Norden ähnelt. Als Vertreter dieser Fauna seien zum Beispiel der Riesenschwanzspringer, der Kupferfarbene Buntgrabläufer, sowie der Bock- und Borkenkäfer genannt. In den Kronen der Fichten zwitschern Kohl- oder Haubenmeisen und Fichtenkreuzschnäbel tun sich an Fichtenzapfen gütlich. Hier ist auch die bereits erwähnte Ringdrossel, eine Verwandte der Amsel zu Hause. Häufig vertreten sind auch Rothirsche und Tannenhäher.
Die sonnigen Bergwiesen sind die Heimat verschiedenster Schmetterlingsarten, wie z.B. Pfauenaugen, Scheckenfalter, Spanner und Schachbrettfalter, auf den Steinen wärmen sich Eidechsen, Blindschleichen – aber auch giftige Kreuzottern!
In den Latschenkieferbeständen, in den hoch gelegenen torfigen Feuchtbiotopen oder Hochmooren sind Rotgimpel, Haselhuhn, das Weißsternige Blaukehlchen und kleine Säugetiere anzutreffen – die hier von Spitzmäusen vertreten sind. Aber auch bis in diese Höhen steigt das Hochwild hinauf, das hier aus Gründen des Naturschutzes jedoch nicht gern gesehen ist. Unverfälschte Riesengebirgstundra breitet sich auf den höchsten Kammlagen des Riesengebirges – auf den alpinen Rasen aus. Hier gebührt jeder Lebensform größte Hochachtung. Hier leben z.B. ein Laufkäferrelikt, der Weißbindige Bergwald-Mohrenfalter und der Raubvogel Merlin (Zwergfalke), des Weiteren Alpenbraunelle, Rotschwänzchen, Steinschmätzer und Lerchen.